Zitate mit Ahnen


Denn eine aufkeimende Leidenschaft hat das Schöne, daß, wie sie sich ihres Ursprungs unbewußt ist, sie auch keinen Gedanken eines Endes haben, und, wie sie sich froh und heiter fühlt, nicht ahnen kann, daß sie wohl auch Unheil stiften dürfte.

/Johann Wolfgang von Goethe/

Kein organisches Wesen ist ganz der Idee, die zugrunde liegt, entsprechend, hinter jedem steckt die höhere Idee. Das ist mein Gott, das ist der Gott, den wir alle ewig suchen und zu erschauen hoffen, aber wir können ihn nur ahnen, nicht schauen!

/Johann Wolfgang von Goethe/

Daß niemand eine Frage an die Natur tue, die er nicht beantworten könne, denn in der Frage liegt die Antwort, das Gefühl, daß sich über einen solchen Punkt etwas denken, etwas ahnen lasse.

/Johann Wolfgang von Goethe/

Und Dummheit ist das größte Unglück, denn sie macht die Menschen unfähig, das höhere Ewiggöttliche im Menschen nur zu ahnen, geschweige denn zu erkennen.

/Johann Wolfgang von Goethe/

Wodurch ein allgemeines Gebrechen, der sogenannte Egoismus, über die Welt sich verbreitet, den ein jeder von seiner Seite glaubt bekämpfen zu müssen, ohne zu ahnen, daß er das Pfeifchen selbst in den Rockfalten trage.

/Johann Wolfgang von Goethe/

Hat eine bedeutende Ruine etwas Ehrwürdiges, ahnen, sehen wir in ihr den Konflikt eines würdigen Menschenwerks mit der stillmächtigen, aber auch alles nicht achtenden Zeit...

/Johann Wolfgang von Goethe/

Schauen, wissen, ahnen, glauben und wie die Fühlhörner alle heißen, mit denen der Mensch ins Universum tastet, müssen denn doch eigentlich zusammenwirken...

/Johann Wolfgang von Goethe/

Dass wir Gott ahnen, ist nur ein unzulänglicher Beweis für sein Dasein. Ein stärkerer ist, dass wir fähig sind, an ihm zu zweifeln.

/Arthur Schnitzler/

Wenn wir jetzt in einen alten Dom treten, ahnen wir kaum mehr den esoterischen Sinn seiner steinernen Symbolik. Nur der Gesamteindruck tritt uns unmittelbar ins Gemüt.

/Heinrich Heine/

Die entscheidende Fähigkeit der Frauen ist, zu ahnen, welche Rolle wem gefällt, und diese Rolle dann zu spielen.

/Leo N. Tolstoi/

Ich rief im stillen mir das Vergangene zurück, um, nach meiner Art, daran das Gegenwärtige zu prüfen und das Künftige daraus zu schließen, oder doch wenigstens zu ahnen.

/Johann Wolfgang von Goethe/

Durch die Zuziehung der Ahnen kommt es immer noch besser ins klare.

/Johann Wolfgang von Goethe/

Wer deine bittersten Feinde sind? Unbekannte, die ahnen, wie sehr du sie verachten würdest, wenn du sie kenntest.

/Arthur Schnitzler/

Affekt! Dein Ahnen bohrt zum Mittelpunkt, das machst du möglich, was unmöglich schien, verkehrst mit Räumen.

/William Shakespeare/